Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW)

 

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Paul J.J. Welfens: Negative Welfare Effects from Enhanced International M&As in the Post-BREXIT-Referendum UK

Summary: The disintegration of a regional integration group raises many questions, including some which relate to welfare aspects. As regards the UK’s leaving of the EU (BREXIT), many studies have considered the effect on real gross domestic product (GDP), but thus far no papers have studied the effects on real gross national product and the maximum long-term per capita consumption. As regards these important questions one may consider an enhanced neoclassical growth model with foreign direct investment that allows to capture the main effect from higher post-BREXIT mergers & acquisitions; namely that an increasing number of foreign investors will take over more British banks and firms. The theoretical link picks up the basic insights of the FROOT/STEIN model (QJE, 1991) which says that a real depreciation of the currency brings about higher international mergers and acquisitions in the country with the depreciation. Thus the UK should anticipate a higher share of foreign capital ownership and effectively a worsening of the terms of capital in the future. The model presented shows that the golden age per capita consumption in the UK is reduced by BREXIT. This is an additional negative effect beyond the anticipated 10 percent GDP loss emphasized in the Treasury Study (2016) on the long-term effects of British EU membership.

Zusammenfassung: Eine regionale Disintegration wirft viele Fragen auf, inklusive der Fragen, die sich auf Wohlfahrtsaspekte beziehen. Viele Studien haben für den Fall des BREXIT die Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt untersucht, jedoch gibt es bisher keine Studien zu den Auswirkungen der Veränderungen des realen Bruttosozialprodukts oder Studien die den maximalen langfristigen Pro-Kopf-Verbrauch untersuchen. In Bezug auf diese wichtigen Fragen, kann ein verbessertes neoklassisches Wachstummodell mit ausländischen Direktinvestitionen betrachtet werden, welches auch die höheren post-BREXIT Mergers & Acquisitions erfasst, da eine wachsende Zahl von ausländischen Investoren mehr britische Banken und Firmen übernehmen wird. Die theoretische Verknüpfung greift die grundlegenden Einsichten des FROOT/STEIN Modells (QJE, 1991) auf, welches besagt, dass eine reale Abwertung der Währung höhere Internationale Mergers & Acquisitions im Land mit sich bringt. So kann für das Vereinigte Königreich ein höherer Anteil an ausländischen Kapitalbesitz und eine Verschlechterung der Kapitalausstattung erwartet werden. Das vorgestellte Modell zeigt, dass das goldene Zeitalter des Pro Kopf Konsums in Großbrittanien durch den BREXIT zurück geht. Dies ist ein zusätzlicher negativer Effekt über den 10%igen BIP-Rückgang hinaus, der in der Treasury Studie (2016) für die langfristigen Auswirkungen der britischen EU-Mitgliedschaft hervorgehoben wurde.

 

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