Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW)

 

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Paul J.J. Welfens: Knowledge Creation and Enhanced Investment Dynamics in a Europe with New Institutions

Paul J.J. Welfens: Knowledge Creation and Enhanced Investment Dynamics in a Europe with New Institutions

 

Summary

European economic recovery has made progress since the Banking and the Euro Crises, respectively, however there is still need for broader strategic growth progress in the EU. Following the BREXIT referendum result, medium term output forecasts for many European countries have seen a downward revision by the IMF WEO Update of July 19th, 2016. Europe could raise economic growth through a quintuple package: namely, a first element of growth-enhancing policy focusing on the Eurozone, a second element with emphasis on Eastern European EU countries and a third element with a broad emphasis on European infrastructure investment and digital modernization that would include the UK and other non-EU countries in Europe. The list of 11 growth drivers identified by MGI could largely be implemented at the national policy layer. Moreover, the Eurozone countries could adopt a virtual fiscal policy fund for part of both infrastructure and military expenditures so that a better policy mix and more efficient stabilization will be achieved. The UK and the EU27 countries should agree to set up a joint climate R&D funding agency in which the UK and the EU27 would jointly contribute funds so that sustained green innovation and growth projects could be financed in Europe. Beyond new institutions, other growth-enhancing measures which have a clear analytical basis should be adopted. A growth-enhancing G20 element as a follow-up to the Brisbane summit approach would be useful. A decisive focus of a success-promising plan for a dynamic EU27 and Europe, respectively, should be on understanding that the 21st century will be largely digital, shaped by Asian countries and Schumpeterian dynamics. Thus, securing FTAs between the EU and ASEAN, Japan and India are key challenges. A special joint fund for training/retraining in Eastern Europe would also be useful for economic convergence and reduced inequality.

Zusammenfassung

Europa hat sich seit der Banken- und Euro-Krise wirtschaftlich weiter erholt, ein breiterer strategischer Wachstumsfortschritt in der EU ist dennoch immer noch erforderlich. Nach dem Ergebnis des BREXIT Referendums, sind mittelfristige Produktionsprognosen für viele Europäische Länder im Weltwirtschaftausblick (WEO) des Internationalen Währungsfonds vom 19. Juli 2016 nach unten revidiert worden. Durch ein fünffaches Maßnahmenpaket könnte das Wirtschaftswachstum in Europa erhöht werden: Das erste Mittel wäre eine Wachstumsfördernde Politik der Eurozone, als zweite Maßnahme eine Politik mit dem Schwerpunkt auf Osteuropa und ein drittes Element eine umfassende Betonung auf europäische Infrastrukturinvestitionen und eine digitale Modernisierung, welche das Vereinigte Königreich und andere Nicht-EU-Länder einschließen würde. Die elf Wachstumstreiber der Liste des MGI könnten weitesgehend auf Ebene der nationalen Politik durchgeführt werden. Zudem sollten die Länder der Eurozone einen Fond für die virtuelle Fiskalpolitik zur Finanzierung eines Teils der Infrakstruktur- und Verteidigungsausgaben einrichten, um damit einen besseren „policy mix“ und eine effizientere Stabilisierung zu verwirklichen. Das Vereinigte Königreich und die EU27 Länder sollten gemeinsam Mittel bereitstellen, damit nachhaltige grüne Innovationen und Wachtsumsprojekte in Europa finanziert werden können. Über neue Institutionen hinaus, sollten andere wachstumsfördernde Maßnahmen, die eine solide analytische Grundlage haben, angenommen werden. Ein wachstumsförderndes G20 Element, als Folge aus dem Ansatz des Brisbane Gipfels, wäre ebenfalls sinnvoll. Ein entscheidender Schwerpunkt eines erfolgversprechenden Plans für eine dynamische EU bzw. Eurozone baut auf dem Verständnis auf, dass das 21. Jahrhundert digital, von asiatischen Längern geprägt und Schumpeter-Dynamisch sein wird. Daher ist das Abschließen eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und den ASEAN Ländern, Japan sowie Indien, eine zentrale Herausforderung. Ein gemeinsamer Spezialfonds für Ausbildungen, Weiterbildungen und Umschulungen in Osteuropa ist ebenfalls wichtig für eine wirtschaftliche Konvergenz und verminderter Ungleichheit in der EU.

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