Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW)

 

European Institute for International Economic Relations

 

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Paul J.J. Welfens

 

Overcoming the EU Crisis and Prospects for a Political Union

 

 

Summary:

The euro crisis and a new debate about immigration in Europe have undermined support for the EU. While economic recovery in the euro area and the EU, respectively, is likely to reinforce the backing for EU integration slightly, one should start a broader discussion about sensible reforms in the EU and the euro area; the new agenda should anticipate the Transatlantic Trade and Investment Partnership and help to accelerate the required economic adjustment. As long as no broader consistent EU reform programme has been adopted populist forces could strongly influence the public discussion in Europe and the euro area, respectively. The analysis presented shows the benefits of the euro’s reserve currency position, namely in the framework of a neoclassical growth model with seigniorage based on international reserve holding. A reform agenda for the EU and the euro area should focus on avoiding free-rider fiscal behaviour and moral hazard in the euro area and reforms should consist of various elements, including a push for a Euro Political Union. Such a union is the only way to avoid Greek deficit fraud-type problems in the future; the minimum supranational expenditures in Brussels should be close to six percent so that an efficient policy mix in the euro area can be expected and counter-cyclical policy be implemented – with a major welfare gain for people in Europe.

 

Zusammenfassung:

Die Euro-Krise und die neue Diskussion über die Einwanderung nach Europa haben die Unterstützung der EU geschwächt. Obwohl sich auf Grund der  wirtschaftlichen Erholung sowohl in der Euro-Zone als auch in der EU die Unterstützung für die EU-Integration verstärken dürfte, sollte man eine umfassende Diskussion über sinnvolle Reformen in der EU und in der Euro-Zone in Gang setzen. Das neue Programm sollte die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft im Voraus bedenken und helfen, die erforderliche wirtschaftliche Anpassung zu beschleunigen. So lange kein umfassenderes geschlossenes EU-Reformprogramm beschlossen wurde, können populistische Kräfte die öffentliche Diskussion in Europa und in der Euro-Zone stark beeinflussen. Die vorliegende Analyse zeigt die Vorteile des Euros als Reservewährung, und zwar im Rahmen des neoklassischen Wachstumsmodells mit der Seigniorage auf der Grundlage internationaler Reservebestände. Ein Reformprogramm für die EU und für die Euro-Zone sollte sich auf das Trittbrettfahrer-Finanzverhalten und auf den Moral Hazard konzentrieren, die Reformen sollten sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen, einschließlich einer Unterstützung für die Euro Politik-Union. Solch eine Union ist der einzige Weg, Defizit-Betrugsprobleme, wie in Griechenland geschehen, in Zukunft zu vermeiden. Supranationale Mindestausgaben in Brüssel sollten nahe bei 6% sein, so dass ein effizienter Policy-Mix in der Euro-Zone erwartet werden kann und antizyklische Politik durchgeführt wird – mit großem Wohlfahrtsgewinn für alle Menschen in Europa.

 

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