Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW)

 

European Institute for International Economic Relations

 

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Paul J.J. Welfens

 

Marshall-Lerner Condition and Economic Globalization

 

Summary:

The analysis considers the impact of FDI inflows and FDI outflows and shows that the presence of (cumulated) FDI requires higher import elasticities in absolute terms than stated in the standard Marshall Lerner condition. One may derive a range for the elasticity of the ratio of exports to imports with respect to the real exchange rate, namely that the sum of the absolute import elasticities at home and abroad must exceed unity plus an additional parameter ? for standard special cases the sum of both elasticities must exceed 2 if a real depreciation is to improve the real current account. Not only can one determine a modified Marshall Lerner condition for a world economy with economic globalization, rather one also can get new insights from considering a broader macroeconomic perspective. The insights obtained are highly relevant for the discussion about high deficits of the US and high surplus positions of countries such as Japan, China and Germany. The relevance of real income effects for current account adjustment ? much emphasized by McKinnon ? is emphasized here in a specific way: there is a direct real income effect of changes of the real exchange rate.

 

Zusammenfassung:

Diese Analyse betrachtet den Einfluss von Direktinvestitionszuflüssen bzw. -abflüssen und zeigt, dass die Präsenz von Direktinvestitionsbeständen mit Blick auf die Marshall Lerner Bedingungen höhere absolute Elastizitätswerte verlangt: man kann einen Wertebereich für diese Elastizitäten herleiten, die Bedingung für eine Verbesserung der Leistungsbilanz (Relation Exporte zu Importen) als Folge einer realen Abwertung des Wechselkurses ist. Für eine Reihe von standardmäßig betrachteten Spezialfällen muss die Summe der Importelastizitäten zwei übersteigen, damit eine Verbesserung der Leistungsbilanz eintritt. Man kann vor dem Hintergrund der vorgelegten Analyse bzw. der modifizierten Marshall Lerner Bedingung für eine Weltwirtschaft mit Globalisierung im Sinn von Direktinvestition wichtige neue makroökonomische Einsichten gewinnen. Die Schlussfolgerungen, die sich ergeben, sind unmittelbar relevant für Länder mit hohen Defiziten (z.B. USA) und hohen Überschusspositionen (z.B. Japan, China, Deutschland). Die von McKinnon betonte Bedeutung realer Einkommenseffekte für die Verbesserung der Leistungsbilanz ergibt sich aus der hier vorgelegten Analyse in besonderer Weise bzw. in direkter Verknüpfung mit dem realen Wechselkurs.

 

 

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