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Welfens, P.J.J.: Wirtschaftspolitik-Fehlorientierung des Westens nach 1989: Bankenkrise, Globalisierungs-Ordnungsdefizit und Desintegrationsdruck

Welfens, P.J.J.: Wirtschaftspolitik-Fehlorientierung des Westens nach 1989: Bankenkrise, Globalisierungs-Ordnungsdefizit und Desintegrationsdruck

 

JEL classification: E50, F5, H12, P5, P11, P51, P52

Key words: Systemtransformation, Internetwirtschaft, Bankenkrise, Populismus, EU-Reformen

 

Zusammenfassung

Der Zerfall der sozialistischen Wirtschaftssysteme vollzog sich Ende der 1980er Jahre in den Ländern Osteuropas und der Sowjetunion, wobei osteuropäische EU-Länder einen ökonomischen Aufholprozess begonnen haben. 1991 hat aber der Westen teilweise keine vernünftigen Konsequenzen aus der beginnenden Systemtransformation gezogen und eine Phase geringer politischer Selbstdisziplin bei manchen westlichen Regierungen bzw. eine Expansion des Populismus - erklärbar unter Bezug auf Harry-Johnson-Ansätze und Identity Economics - begonnen. Die Transatlantische Bankenkrise ergab sich aus überzogener Bankenderegulierung in den USA und UK, die faktisch auch die Länder der Eurozone zur Bankenderegulierung brachte und sich absehbar wiederholen könnte; auch als Folge des BREXIT. Bei der Digitalisierung fehlt ein Ordnungsrahmen. Dessen Fehlen hat zu einer Art digitalem Sozialismus geführt – mit negativen Konsequenzen für Effizienz in der Marktwirtschaft und für die Demokratie. Mit dem Populismus in UK, dem strukturellen US-Populismus – inklusive Anti-Multilateralismus - und dem Anti-Liberalismus in Teilen der EU(27) steht der Westen vor einer Abstiegs- und die EU vor einer politischen Spannungsphase; eine sinnvolle Reformagenda wäre eine Stabilisierungschance für die EU, wird aber teilweise blockiert, während zugleich verfrühte Vergemeinschaftung, etwa bei Einlagensicherung, droht. Der US-Sachverständigenrat unter Trump sieht die USA wohlfahrtsmäßig vor Nordeuropa, was eine Fehlsicht ist.

 

Summary

The collapse of the socialist economic systems took place in the late 1980s in the countries of Eastern Europe and the Soviet Union, with Eastern European EU countries beginning an economic catching-up process. In 1991, however, the West in part did not draw any reasonable conclusions from the incipient system transformation and began a phase of low political self-discipline with some Western governments or an expansion of populism - explainable with reference to Harry-Johnson approaches and identity economics. The transatlantic banking crisis resulted from excessive banking deregulation in the US and UK, which in fact also led the countries of the euro zone to deregulate banks and could be repeated in the foreseeable future; also as a consequence of BREXIT. Digitisation lacks a regulatory framework. Its absence has led to a kind of digital socialism - with negative consequences for efficiency in the market economy and for democracy. With populism in the UK, structural US populism - including anti-multilateralism - and anti-liberalism in parts of the EU(27), the West is facing a phase of decline and the EU is facing a phase of political tension; a meaningful reform agenda would be an opportunity for stabilisation for the EU, but is partly blocked, while at the same time premature communitarisation, e.g. in deposit insurance, is threatening. The US Council of Experts under Trump sees the US as being ahead of Northern Europe in terms of welfare, which is a mistake.

 

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